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Die Begegnung von Buddhismus und Wissenschaft: Eine kritische Einführung.

John Dunne, Ana C.Lopes, James Gentry, Monastic professor | 28. Juni 2021 bis 30. Juli

Akademischer Sommerkurs

Kurssprache: Englisch

3 Credits/ 6 ECTS
akkreditiert vom Center of Buddhist Studies
im Rangjung Yeshe Institute,
Kathmandu University, Nepal,  (BSTD 312)

28. Juni bis 23 Juli. 2021 Akademischer Kurs
26. bis 30. Juli 2021  optionales Meditationsretreat

Studieren. Reflektieren. Meditieren.

Hier ein Video über den letztjährigen Sommerkurs:



 

Fakultät

(Distinguished Professor of Contemplative Humanities -Center for Healthy Minds and Department of Asian Languages and Cultures at the University of Wisconsin–Madison)

(researcher in residence at Stanford University’s Ho Center for Buddhist Studies)

(assistant professor at Stanford University’s Department of Religious Studies)

Kursinhalt

Der Buddhismus hat sich in der westlichen Vorstellung als eine „rationale Religion“ herausgestellt, eine „Philosophie“, die größtenteils mit der Wissenschaft vereinbar ist. Während der Begriff des Buddhismus als „wissenschaftlich“ sowohl umstritten ist als auch übertrieben werden kann, hat dieses positive Bild in den letzten Jahrzehnten dazu beigetragen, direkte Begegnungen zwischen Buddhismus und Wissenschaft in vielfältigen Umgebungen zu ermöglichen - Dialoge zwischen Wissenschaftlern und buddhistischen Gelehrten zu Schlüsselthemen wie Achtsamkeit, kollaborative Präsentationen und Workshops auf akademischen Konferenzen, wissenschaftliche Forschung über kontemplative Praktiken und so weiter. Insbesondere Neurowissenschaftler haben sich stark für den Buddhismus interessiert und infolgedessen sind zahlreiche Forschungskooperationen mit bedeutenden und manchmal überraschenden Ergebnissen in Bereichen entstanden, die von grundlegenden Fragen über die Natur des Bewusstseins bis hin zu eher praktischen Bedenken hinsichtlich der Behandlung von Angst und Depression reichen. Einige prominente buddhistische Gelehrte und Praktiker haben wiederum wissenschaftliche Perspektiven in traditionellere Kontexte für die Lehre des Dharma mit einbezogen.

Die Konsequenzen dieses gegenseitigen Austausches für Buddhismus und Wissenschaft sind vielfältig. Das vielleicht offensichtlichste Ergebnis ist die sogenannte „Achtsamkeitsrevolution“, eine Bewegung, die zum Teil aus wissenschaftlichen Experimenten mit Meditationspraktikern in Laboratorien und ihrer anschließenden Anwendung in Bereichen jenseits traditioneller buddhistischer Kontexte hervorgeht. Während berechtigte Fragen zu den kulturellen Komplexitäten dieses Engagements aufgeworfen wurden, haben die Achtsamkeitsbewegung und andere damit verbundene Entwicklungen die Gelegenheit geboten, unsere Vorstellungen von menschlichem Potenzial und gutem Leben auf transformative Weise zu untersuchen.

In diesem Kurs werden die vielen Facetten der Begegnung zwischen Buddhismus und Wissenschaft kritisch beleuchtet, indem den Schülern ein selbstreflektierendes Bewusstsein für ihre Positionen innerhalb ihrer Geschichte und ihre zukünftigen Bestrebungen vermittelt wird. Zu diesem Zweck bietet unser Programm ein eindringliches kontemplatives „Labor“ zur Erforschung von Schlüsselthemen wie der Natur von Wissen, Emotionen und Identität in der idyllischen Umgebung eines Retreat-Zentrums in den österreichischen Voralpen, das vom Zentrum für Buddhismuskunde am Rangjung Yeshe Institut, Kathmandu Universität, Nepal, akkreditiert wurde.

Die Schülerinnen und Schüler werden sich im Zuge dieses Kurses vier Wochen lang mit diesem Thema beschäftigen, indem sie sich auf eine Kombination aus drei Komponenten einlassen: Die erste Komponente besteht aus täglichen buddhistischen kontemplativen Übungen und Meditationen, die zweite konzentriert sich auf traditionelle wissenschaftliche Studien. Beide Komponenten werden von einem traditionell ausgebildeten tibetisch-buddhistischen Mönch geleitet. Die dritte Komponente ist ein Kurs unter der Leitung von Profs. John Dunne, Ana Cristina Lopes, James Gentry und Gastdozenten Amy Cohen Varela und Antoine Lutz. In diesem akademischen Kurs werden die verschiedenen Ausdrücke der Begegnung zwischen Buddhismus und Wissenschaft in historischer und zeitgenössischer Zeit kritisch analysiert, indem wissenschaftliche Arbeiten, traditionelle buddhistische Literatur, Wissenschafts- und Technologiestudien (STS) und anthropologische Literatur diskutiert werden. Vorkenntnisse in Buddhismus oder Wissenschaft sind nicht erforderlich.

Kursort

Der Kurs findet im Rangjung Yeshe Gomde, einem internationalen Zentrum für buddhistische Studien und Meditation in Scharnstein, Oberösterreich, in den österreichischen Voralpen, statt. Dieses große Zentrum liegt auf einem Hügel, umgeben von wunderschönen Gärten, üppigem Grün und vitalen Wäldern. Es war ein ehemaliges Bauernhaus, das zu einem wunderschönen Seminarhaus umgebaut wurde. Gomde bietet einen privaten Naturteich zur Erfrischung nach dem Unterricht. Rangjung Yeshe Gomde beherbergt eine internationale Gruppe von Menschen, die sich für spirituelle Entwicklung und persönliches Wachstum interessieren, und zieht viele junge Menschen an, die als Freiwillige aus der ganzen Welt kommen. Während des ganzen Jahres werden in Gomde verschiedene Workshops und Seminare angeboten. Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch von Chökyi Nyima Rinpoche, dem Abt und Gründer des Zentrums, im Sommer (Anfang August), der normalerweise auf das „legendäre“ Sommerfest in Gomde Ende Juli (25.-26. Juli 2020) folgt.

Der Unterricht findet in dem 200 m² großen Meditationsraum des Zentrums statt, der ein idealer Ort für konzentriertes Lernen und anregende Diskussionen ist. Der Lhakang, wie er genannt wird, ist sehr hell und bietet eine einzigartige kontemplative Atmosphäre, da er auch für die tägliche Meditationspraxis verwendet wird.


Die Schüler haben außerdem Zugang zu einem Arbeitszimmer mit Drucker und schnellem Internet, einer Bibliothek und der eigenen Café-Lounge des Zentrums.

Gomde Deutschland-Österreich liegt im Herzen Europas, ca. 3 Autostunden von München, 2 Autostunden von Wien entfernt und ist ein guter Ausgangspunkt, um Europa zu erkunden. Der nächstgelegene Flughafen ist der lokale Flughafen in Linz und der 2 Stunden entfernte Flughafen in Wien. Die internationalen Flughäfen Salzburg und München sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Ist dieser Kurs für mich?

Dieser Kurs ist für dich, wenn du ...

...sehr gut Englisch sprichst (der Kurs wird auf Englisch abgehalten)

… interessiert bist am Buddhismus und seiner Beziehung zur Wissenschaft 

… Meditation lernen und üben willst

… einen kritischen, hinterfragenden Geist, hast der persönliches Wachstum und Entwicklung erforschen möchte

Aufnahmeverfahren

Folgende Unterlagen werden benötigt:

Persönliche Details

Bewerbungsaufsatz auf Englisch (Bitte beschreiben Sie in nicht mehr als 500 Worten Ihren Hintergrund und Ihre Motivation für diesen Kurs)

Studienzeugnisse und Diplome, ggf. mit englischen Übersetzungen

Nachweis von Englischkenntnissen (mind. Stufe B2)

Tagesablauf

Der Tagesablauf kann sich noch ändern.

Montag Freitag

7:30 - 8:30 Angeleitete Morgenmeditation

9:45 - 11:00 Klassische buddhistische Vorlesung von Mönchslehrern

11:15 - 12:30 Zeitgenössische akademische Lehrveranstaltung

Nachmittag: Zeit für Selbststudium, Lesen und Online-Diskussion

Wochenenden und Sonderveranstaltungen (optional)

Gelegentlich werden Kurse auch an Wochenenden angeboten, und die Schüler haben die Möglichkeit, an zusätzlichen Unterweisungen oder Meditationsübungen teilzunehmen, die das Zentrum auf Spendenbasis anbietet.

Zimmer und Verpflegung

Es gibt verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten. Die Stundenten und Studentinnen können entweder im Zentrum übernachten oder ihre eigene Unterkunft außerhalb des Zentrums organisieren. In jedem Fall haben die Schüler die Möglichkeit, alle Mahlzeiten in Gomde einzunehmen.

Unterkunft außerhalb

In der Nähe von Gomde gibt es verschiedene einfache und kostengünstige Pensionen und Gastfamilien. Studierende, die mehr Privatsphäre bevorzugen und sich fern von ihrem Studienort aufhalten möchten, können dort ein Zimmer mieten. Frühstück, Mittag- und Abendessen können in Gomde bereitgestellt werden.

Vor Ort

Lebe wie ein Buddhist oder eine Buddhistin!

Wer diesen Kurs zum Anlass nehmen möchte, in die „buddhistische Lebensweise“ einzutauchen, kann sich für einen Aufenthalt im Zentrum entscheiden. Dies gibt den Schülern die Möglichkeit, an täglichen Abendmeditationen teilzunehmen, mit den Freiwilligen zu interagieren und an spontanen Gruppenaktivitäten teilzunehmen. Dies ist der beste Weg, um Erfahrungen aus erster Hand mit dem Leben in einer buddhistischen Gemeinschaft zu sammeln.

Indem die Schüler von Menschen umgeben sind, die versuchen, buddhistische Lehren in ihrem täglichen Leben anzuwenden, können sie sich ihrer Bedeutung im alltäglichen Kontext bewusst werden, sie in ihren persönlichen Interaktionen testen und dadurch einen tieferen Einblick in die Bedeutung dieser Philosophie und Ethik für sich selbst finden.

Die Unterbringung erfolgt in einfachen Einzelzimmern mit oder ohne angeschlossenem Bad sowie in komfortablen Schlafsälen für 2 bis 4 Personen.

„Yogi Job“

Wer in Gomde wohnt, wird freundlich gebeten, etwa 30 bis 45 Minuten täglich bei Haushaltsaufgaben wie dem Abwaschen von Geschirr oder einfachen Reinigungsarbeiten zu helfen. Dies stellt den reibungslosen Betrieb des Zentrums sicher, das vollständig von Freiwilligen geleitet wird. Zu einem Platz der Übung wie diesem beizutragen, wird als tugendhafte Tat angesehen, als eine Form angewandter Meditation. Dieses Engagement trägt dazu bei, das Verständnis und das Gefühl zu vertiefen, Teil einer gleichgesinnten Gemeinschaft zu sein. Es ermöglicht Gomde auch, Unterkunft und Verpflegung für jedermann erschwinglich anzubieten. Solltest du auf diese Weise keinen Beitrag leisten können oder wollen, besteht keine Verpflichtung.

Kosten

Kurskosten: 1200€ für den Kurs (nur um 1000€, wenn bis 22. April gebucht wird)

Registrierungskosten für die Registration an der Kathmandu University: 500€

Unterkunft

Das buddhistische Zentrum Gomde lädt die Teilnehmer ein, gegen eine Spende vor Ort zu übernachten.

Der Spendenrichtwert für den Aufenthalt…

… In einem Einzelzimmer mit Bad: Preis auf Anfrage

… In einem Einzelzimmer ohne angeschlossenes Badezimmer: Preis auf Anfrage

… In einem Schlafsaal mit 3 bis 4 Betten: 15€ pro Nacht

Verpflegung

Das buddhistische Zentrum Gomde lädt die Teilnehmer gegen eine Spende ein, ihre Mahlzeiten im Zentrum einzunehmen. Gomde stellt Frühstück, Mittag- und Abendessen bereit.

Der Spendenrichtwert für Verpflegung während aller 4 Wochen des Kurses und an den Wochenenden dazwischen beträgt 10€ pro Tag.

Solltest du nicht in der Lage sein, gemäß dem Richtwert zu geben, teile uns dies bitte im Voraus mit. Wir hoffen, für jeden die passende Lösung zu finden.

Wenn du in der Lage sein solltest, mehr zu geben, ermöglichst du Gomde, Studentinnen und Studenten mit weniger Ressourcen Unterkunft und Verpflegung anzubieten.

Unterkunft außerhalb

In der Nähe von Gomde erwarten dich verschiedene einfache, preiswerte Pensionen und Privatunterkünfte. Studierende, die mehr Privatsphäre bevorzugen und sich fern von ihrem Studienort aufhalten möchten, können dort ein Zimmer mieten. Frühstück, Mittag- und Abendessen können im Gomde serviert werden.

Die Kosten für die Unterbringung außerhalb des Standorts variieren zwischen 40€ und 90+€ pro Tag.

Bitte setzen Sie sich mit Gomde in Verbindung, um den richtigen Ort für Sie zu finden.